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Spoiler sind nicht schlecht. Was man in einer Rezension wirklich tun sollte. — 6 Kommentare

  1. Es ist mir völlig unverständlich, wie man ein Buch rezensieren soll, ohne zu ’spoilern‘, also ohne auf seinen Inhalt einzugehen. Allerdings bespreche ich auhc meistens Sachbücher. Und Sachbücher zu besprechen, ohne ‚zur Sache‘ zu kommen – das geht gar nicht.
    Diese Spoilergeschichte und die damit verbundenen Empfindlichkeiten finde ich einfach affig.

    • Ich denke, man darf es halt nicht mehr wirklich Rezension nennen, das Problem ist wahrscheinlich, dass das englische Wort für Rezension, „Review“, auch schlicht Rückblick heißen kann und damit angemessen für eine ungenaue Reaktion ist, wenn man nur einen Rückblick darüber macht, was man gelesen hat, ohne es inhaltlich allzu genau zu beurteilen, im Deutschen gibt es halt kein passendes Wort dafür. Man könnte „Leseeindruck“ sagen, aber das Wort ist etwas sperrig. Deswegen finde ich Denglisch sogar okay, wenn YouTuber ihre Videos „Reviews“ nennen, statt Filmreviews oder ähnliches, schließlich sind sie subjektive, ungenaue Rückblicke oder Eindrücke, ohne Spoiler.
      Ich glaube nicht, dass es affig ist, ich denke das viele Leute, die als Buchblogger anfangen, von Anfang an gar keine Ahnung haben, was eine „Rezension“ bedeutet, sie imitieren dann, was die Mehrheit macht und wenn andere Buchblogger schreiben, dass sie Spoiler meiden, dann machen sie es nach, so bin ich auch reingekommen und manche meiner frühen Rezensionen sind auch so, aber ich würde gerne die Leute dazu bringen, darüber nachzudenken, dazu muss man aber höflich bleiben und keine Vorwürfe machen.

  2. \“… höflich bleiben …\“ – Stimmt. Man verroht leicht, wenn man allzu viel durchs Netz surft.
    Was Rezension betrifft: darin steckt \“Zensur\“ und \“Zensor\“. Da muß es dann doch etwas genauer zugehen als bei einem vagen Rückblick. Es geht um das, was man schätzt. Und das muß man zur Sprache bringen.

    • Ich komme reichlich spät damit, aber: Deswegen habe ich auch geschrieben, dass man die „Rezensionen“ dann nicht so nennen dürfte, die Sache ist, dass Daisy H. aus meiner Sicht halt ein Mädchen ist, das genau wie einfach bloggen und das ganze Konzept sehr cool fand und nicht die geringste Ahnung hatte, was sie da tat, sondern einfach dazugehören wollte, zur Buchbloggerwelt, die einem aber nur eine vage Vorstellung gibt, was denn eine Rezension wirklich per Definition ist. Es hat auch etwas mit Mainstream Popkultur zu tun, die sich irgendwann auf Spoiler eingeschossen hat, weswegen das so schwer aus der Welt zu bekommen ist, wenn man nicht eigenbrötlerisch eine abgeschiedene Seite im Netz führen möchte.
      Aber was ich sagen will, ich habe diesen Post direkt an Daisy H. gerichtet, dabei blöderweise vergessen, ihr Bescheid zu sagen, ihn aber so geschrieben, weil ich an sie als Leserin dachte.

      Ich denke grundsätzlich sehr genau bei meinen Rezensionen, seit ich angefangen habe, wirklich gründlich zu sein, habe ich keine einzige Rezension mehr herausgebracht, weil ich gar nicht die Zeit für das alles habe. Ich werde versuchen, in Zukunft nicht so viel herumzupicken, vielleicht schreibe ich dann endlich wieder mal etwas auf meinem Blog.

      • Das mit der Popkultur leuchtet mir ein. Aber das Schöne am Bloggen ist, daß man sich beim Denken Zeit lassen kann. Man muß auch nicht um die Wette chatten, um etwas Bedeutsames zur Diskussion zu stellen. Daß Du Dir mit Deiner Antwort Zeit gelassen hast, ist ein gutes Zeichen. Nimm es also ruhig weiterhin genau mit Deinen Rezensionen.
        Übrigens was die Höflichkeit betrifft: Rezensenten sind nicht gerade bekannt dafür, besonders höfliche Leute zu sein. Das kann man schon den entsprechenden Tiraden des shriftstellernden Lindwurms Mythemetz entnehmen. 🙂

        • Wenn ich mich beim rezensieren mal selber von oben betrachte und alte Rezensionen lese, kommen sie mir entweder furchtbar polemisch oder furchtbar aussagelos vor, deswegen habe ich Schwierigkeiten. Na dann. Ich komme allerdings mit den Rezensionen kaum hinterher mit dem was ich lese -das, obwohl ich momentan wenig lese.

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