Wirklich? Ihr seid tatsächlich so interessiert in die Datenschutzerklärung, dass ihr sie lest? Aber gut, ihr wollt es anscheinend. Also gebe ich mal eine ab. Bli-bla-blubb.

Man kann juristische, praktische und sogar fast philosophische Diskussionen über den Sinn und Unsinn von Datenschutzerklärungen führen. Dienen sie wirklich dazu, Leser, bzw. Nutzer einer Website zu informieren, oder sind sie nur der Verwirrung halber da, um das Unternehmen abzusichern und um so zu tun, als würde jeder Nutzer entsprechender Website genau wissen müssen? Wäscht man sich mit einer Datenschutzerklärung bloß die Hände um sich von jeglicher Verantwortung für Fehler und Klagen gegen unangenehme Eigenschaften der Seite -von denen die Betreiber sehr wohl wissen, dass sie einigen Nutzern missfallen könnten- auf der Seite freizusprechen? Sind also Datenschutzerklärungen eine Art moderner Ablass? Fragen über Fragen. Mit denen ich mich hier nicht tiefer auseinandersetzen werde.

Ich will hiermit bloß wirklich erklären, wie ich eigentlich mit Informationen auf diesem Blog umgehe und inwieweit hier eigentlich Daten erfasst werden, just for your Information. Als Offenlegung. Ziel ist es, tatsächlich hilfreich zu sein.

Gliederung
  1. Statistiken
  2. Cookies
    2.1 Cookies beim Kommentieren
    2.2 Wie lösche oder blockiere ich Cookies?
  3. Emailadressen
  4. Externe Links
  5. Datenschutz für Anfänger

1. Statistiken

Ich benutze ein Statistikplugin von WordPress, WP-Statistics↗, mit dem sowohl Besucherzahlen als auch Statistikzahlen erfasst werden. Wisst ihr, es ist nicht, weil ich eine Datenkrake bin, sondern einfach, weil es mich interessiert. Und Theoretisch kann es auch jede einzelne IP-Adresse aufzeichnen, da mir DAS allerdings ein bisschen viel wäre, sind die IP-Adressen anonymisiert. Die Statistik ordnet die Aufrufe zeitlich zu und ich kann sie mir für jeden beliebigen Zeitraum anzeigen lassen. Ich erfahre aus der Statistik, aus welchen Ländern und mit welchen Browsern auf meinen Blog zugegriffen wurde. Außerdem erfahre ich mit welchen Suchbegriffen die Besucher auf meinen Blog kommen, wenn es über die sechs Suchmaschinen Google, Yahoo, Yandex, Bing, Baidu und DuckDuckGo läuft -wenn ihr beklopptes Zeug in eine dieser Suchmaschinen eingebt, weiß ich, wonach ihr gesucht habt, 😀  und dabei auch, mit welcher der Suchmaschinen. Schließlich zeigt die Statistik mir noch an, über welche Domains und welche Einzelseiten Besucher meinen Blog aufgerufen haben, z.B. von welchen Seiten mein Blog verlinkt wird oder auf welcher Seite ein Besucher den plötzlichen Drang hatte, meine Webadresse in seine Browserzeile einzugeben.

2. Cookies

Ja. Dieser Blog verwendet auch Cookies (Hier zum Wikipediaartikel über HTTP Cookies↗, der leider in reinstem Informatikerlatein verfasst ist und deswegen eher schwer verständlich), kleine Datenschnipsel, die dein Webbrowser, z.B. Firefox speichert. Dieser dienen der Identifikation oder auch nur um die Darstellung der Website anzupassen. Der ursprünglichste Zweck eines Cookies kommt zur Anwendung, wenn ihr euch auf einer Website einloggt. Der Cookie enthält dann die Information, die euch mit eurem Account auf einer Seite verbinden, dadurch wird euch die Seite personalisiert angezeigt und ihr erhaltet quasi die „Innenansicht“ einer Seite. Allerdings können mithilfe von Cookies auch auf umstrittene Weise Daten gesammelt werden. Meistens werden diese Daten ausgewertet um gezielt personalisierte Werbung zu schalten, allerdings kann sowas auch in vielen Fällen gegen persönliche Datenrechte verstoßen und darf nicht ohne Zustimmung geschehen. Um sich davon reinzuwaschen und Klagen zu verhindern werden deswegen überall im Internet Cookiewarnungen ausgegeben -gerade von denjenigen, die Cookiedaten in großem Stil auswerten. Ja guuut… Obwohl auch heute der größte Teil an Cookies heutzutage harmlos ist, muss -theoretisch, ob das tatsächlich so ist sei mal dahingestellt- in der EU jede noch so nette kleine Website darauf hinweisen, wenn auf ihr Cookies verwendet werden. Was die absurdeste Regelung aller Zeiten ist.

Allein wenn ihr die Cookiewarnung auf diesem Blog wegklickt wird auf eurem Browser ein Cookie gesetzt, nur damit sie nicht mehr angezeigt wird. Was an sich schon dafür spricht, wie absurd diese Cookiewarnungen auf jeder Website sind. Daneben gibt es eine Menge Cookies, die mich betreffen, weil ich der Admin bin und die ich brauche um mich in die WordPress Administrationsoberfläche einzuloggen und die euch eigentlich kaum betreffen.

2.1 Cookies beim Kommentieren

Wenn ihr hier auf diesem Blog kommentiert, werden euch drei Cookies auf eurem Browser gesetzt, die folgende Informationen enthalten: Welchen Namen, welche Email und welche URL ihr jeweils eingetragen habt, um euren Kommentar abzuschicken. Dadurch sind diese, wenn ihr meinen Blog erneut aufruft, schon in den Formularen eingetragen, ihr müsst das also nicht mehr erneut eintragen, sondern könnt gleich euren Kommentar schreiben. Wenn ihr mit anderem Namen kommentieren wollt (ich hoffe doch, dass dabei keine Sockenpüppchen im Spiel sind 😉 ) oder den Gedanken nicht mögt, könnt ihr auch die Cookies blockieren oder zumindest regelmäßig löschen.

2.2 Wie blockiere oder lösche ich Cookies?

Da bietet jeder Browser in der Regel in den Einstellungen gewisse Möglichkeiten (bei jedem der aufgeführten Links werden euch übrigens Cookies in den Browser eingesetzt, wenn ihr sie aufruft): Cookies bei Firefox↗, Cookies bei Chrome↗, Cookies bei Internet Explorer↗, Datenschutz bei Microsoft Edge↗, Cookies bei Safari↗. Wenn ihr einen anderen Browser als die hier aufgeführten, müsst ihr selber herausfinden, wie und wo in den Einstellungen das geht. Einfach googeln, ist gar nicht so schwierig 😉

3. Emailadressen

Wenn ihr kommentiert, wird mir eure Emailadresse angezeigt. Ich mache dann in der Regel überhaupt nichts mit der Emailadresse, da verkaufe und verschenke ich sie an niemanden. Stattdessen freue ich mich einfach wahnsinnig über euren Kommentar 🙂

Wenn ihr Kommentare abonniert, wird eure Emailadresse nochmal separat ein zweites Mal gespeichert, damit die abonnierten Kommentare und Antworten auch an euch geschickt werden können. Das geschieht durch das interne Plugin Comment Mail, aber nur ich als Administratorin von windsprite.org kann die sehen.

Wenn ihr meinen Blog per Email abonniert, geschieht das über Feedburner. Dabei habe ich (mal wieder) Einblick in eure Email. Aber wenn ich nicht aus irgendeinem absurden Grund Lust habe, euch eine blödsinnige Email zu schreiben (nein, keine Sorge, das geschieht bestimmt nicht) wird auch hier eure Emailadresse gespeichert. Damit die von euch abonnierten Posts auf meinem Blog auch bei euch ankommen 🙂 aber sonst geschieht da auch nichts. Feedburner gehört zu Google. Googles Datenschutzerklärung↗ sagt zwar nicht konkret aus, was Google mit den Emailadressen macht, aber zum einen steht da ausdrücklich, dass personenbezogene Daten nicht direkt weitergegeben werden und zum anderen sind eure Emailadressen, solltet ihr meinen Blog per Feedburner abonnieren, auf Googleservern wahrscheinlich sicherer als bei mir und meinem kleinen Blog. Auch wenn sie da bis in alle Ewigkeit gespeichert sein sollten.

Auf diesem Blog wird häufig mit Hyperlinks auf externe Websites verwiesen. Diese sind mit einem solchen Pfeil nach oben rechts gekennzeichnet: ↗ und öffnen (je nachdem, wie euer Browser eingestellt ist) ein neues Fenster oder Tab. Normalerweise verweise ich dabei auf interessante Seiten, die zu dem Zeitpunkt, als ich sie verlinkt habe, tolle Inhalte angeboten haben. Ich kann aber nicht dafür garantieren, dass dies dauerhaft so ist, weil das Web einem steten Wandel unterworfen ist. Ich hafte aber nicht für die Inhalte die dort angeboten werden und muss mich selbst auch nicht davon freisprechen. →Siehe auch Rechtliche Bewertung von Website Disclaimern↗

5. Datenschutz für Anfänger

Ich zähle mich übrigens auch zu den Anfängern was Datenschutz angeht. Aber ich will an dieser Stelle noch ein kleines, aber feines Add-On für Webbrowser erwähnen, das einem auf sehr einfache Weise zu etwas mehr Datenschutz verhilft. Es nennt sich Ghostery und es zeigt jegliche Tracker auf Websites an, die ihr nutzt und kann nebenbei auch als eine Art Werbeblocker dienen. Es kann Statistiken, Werbungen, eingebettete Social Media Widgets und vieles mehr blockieren, die im heutigen Internet praktisch alles vollmüllen und die viele Webseiten anstrengen anzugucken machen. Für mich ist durch Ghostery das Internet definitiv übersichtlicher geworden. Und man weiß ganz genau, mit was für einer Website man es zu tun hat. Genau wie bei AdBlock kann man bei Ghostery übrigens auch Ausnahmen definieren. Und zumindest für die „Big Five“ der Webbrowser, also Opera, Firefox, Chrome, Safari und Internet Explorer gibt es Ghostery. Probiert es einfach mal aus:  Ghostery herunterladen↗

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